Pressebericht

Erschienen in „Donaupost“ - „Allgemeine Laberzeitung“ und Straubinger Tagblatt    am 23./24. Sept. 2014

Organspende – eine gesellschaftliche Herausforderung

Neuwahlen bei der „Hilfsgemeinschaft Regensburg/Straubing“ –

Schwerpunkt: Aufklärung über Organspende 

 

Regensburg/Straubing. (sb) Die "Hilfsgemeinschaft der Dialysepatienten und Transplantierten Regensburg/Straubing e.V." stellte in ihrer Generalversammlung im Gasthof Richard Held in Irl am vergangenen Samstag trotz und gerade wegen diverser Organvergabeskandalen die Qualitätssicherung der Dialyseverfahren, Unterstützung der Nierenpatienten und die Steigerung der Transplantationsfrequenz durch Information und Werbung für Organspende als ihre wichtigsten Aufgaben dar. Der umfangreiche, mit Bildern unterlegte Tätigkeitsbericht über die abgelaufenen drei Jahre legte dafür ein beredtes Zeugnis ab. Für ihre Selbsthilfegruppe sei Organspende nicht nur Gabe, sondern auch Aufgabe, betonte Vorsitzender Siegfried Bäumel.

 

Nach einzelnen Berichten erfolgreich Transplantierter und Patienten auf der Warteliste wurden neue Mitglieder herzlich begrüßt und in die Hilfsgemeinschaft aufgenommen.

In seinem Tätigkeitsbericht über die vergangenen drei Jahre machte Vorsitzender Bäumel deutlich, dass der Vorstand in jährlich drei bis vier Vorstandssitzungen viele Themen beraten  und ein ausgewogenes Jahresprogramm aufgestellt habe.

So konnten beispielsweise jährlich fünf bis sieben Informationsveranstaltungen angeboten werden wie beispielsweise über „Nierenlebendspende“ von Ltd. Oberarzt Dr. Roch, Krankenhaus St. Josef, Regensburg oder „Shunt – die Lebensader für den Dialysepatienten“ von Dr. Geyer, KfH-Nierenzentrum Straubing, bis zum „Schwerbehindertenrecht“, erläutert von Rechtsanwalt Klose, Regensburg.

Jährlich wurde ein „Gefäß- und Nierentag“ von Frau Prof. Dr. med Marianne Haag-Weber, Klinikum Straubing, von den ostbayerischen Nierenpatienten gerne angenommen. Die Selbsthilfegruppe konnte einen ganzen Tag im Kloster Mallersdorf verbringen, wobei Schwester M. Irmgard, Apothekerin im Kloster Mallersdorf, über das Thema "Homöopathie und Schulmedizin ergänzen sich" referierte. In  Patientenseminaren, angeboten im Klinikum St. Elisabeth, Straubing konnten sich Betroffene über "Neuerungen in der Nephrologie, Wissenswertes über Shunt und Dialysearten sowie Erfolge der Radiologie für Nierenpatienten" mit Prof. Dr. Haag-Weber, OA Dr. Weber und CA Dr. Häuser intensiv und ausführlich informieren. Der „Rückblick auf 40 Jahre Nephrologie“ gab einen Einblick in das vielgestaltige und  anspruchsvolle Berufsleben von Chefarzt Dr. Michael Eichhorn, des  Leiters der Abteilung Nephrologie am Krankenhaus St. Josef in Regensburg.

 

Trotz Krankheit mobil

Neben all den informativen Veranstaltungen sei vor allem auch das gesellschaftlich gestaltete Leben chronisch Kranker von eminenter Bedeutung, betonte der Vorsitzende. Deshalb will die "Hilfsgemeinschaft" ihren nierenkranken Mitpatienten zeigen, dass man trotz der Abhängigkeit von der "Künstlichen Niere" durchaus mobil sein kann. So verbrachten die Reisefreudigen der Selbsthilfegruppe 2011 zur Osterzeit eine Woche Dialyseurlaub auf Rhodos und drei Tage in Straßburg. 2012 erlebten sie eine zauberhafte Woche auf der Baleareninsel Mallorca und im Herbst  in Südtirol. Schließlich erkundeten sie 2013 in Tagesfahrten Ansbach und Eichstätt und erlebten herrliche Tage in der Wachau.

 

Den Jahresschluss feierte die Hilfsgemeinschaft mit einem Dank- und Gedenkgottesdienst – zelebriert von Abt Emmeram Geser - in der Gnadenkapelle zu Altötting  und besuchten den Christkindlmarkt im Herzen des Gnadenortes.

 

Eine positive Bilanz für die vergangenen drei Jahre trotz zahlreicher, aufwändiger Vorhaben und Unternehmungen konnte Schatzmeisterin Sieglinde Beck, Essing, vorlegen. Der gesamten Vorstandschaft wurde einstimmig Entlastung erteilt.

 

Vorstand gewählt

Bei der anschließenden Wahl wurde als Vorsitzender Siegfried Bäumel (Mallersdorf), der dieses Amt bereits 36 Jahre ausübt, bestätigt; zweiter Vorsitzender Günther Närger, der 33 Jahre mit Siegfried Bäumel die Geschicke des Verbands leitete, konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr antreten. Sein Amt übernahm Klaus Broichgans (Regensburg).

Als neue Stellvertreter üben ihre Ehrenämter im Verein aus: Gerhard Melch (Parkstetten), Marion Engelbrecht (Saal a.d.Donau), Brigitte Roth (Neufahrn Ndb.) und Maria Hopfensperger (Pentling). Siegfried Bäumel schloss die harmonisch verlaufene Versammlung mit dem Aufruf: "Wir wissen um die Bedeutung einer erfolgreichen Nierentransplantation und wollen verhindern helfen, dass allein in Deutschland täglich fünf bis sechs Patienten auf der Warteliste sterben müssen. Organspende darf für uns nicht nur Gabe, sondern muss vor allem auch eine bedeutsame, ja lebenswichtige Aufgabe bleiben!"


Unser neuer Vorstand der Hilfsgemeinschaft

Foto : Die ehrenamtlich tätige,  erweiterte Vorstandschaft der "Hilfsgemeinschaft Regensburg/Straubing" arbeitet für rund 375 Mitglieder aus ganz Ostbayern

                                                            (Fotos: sb)

       

Leben bewahren Organspende
Organspendeausweis

"Weiterführende Informationen zur Nierentransplantation"

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